Jubilare 2015

20 Sänger und Sängerinnen der Florachöre, die über Jahrzehnte in einem oder manches Mal auch in allen drei Chören mit Freude bis heute singen, wurden am 7.Juni 2015 vom Vorsitzenden Erich Schott geehrt. Wenn sie nicht gerade durch Urlaube oder andere Aktivitäten verhindert waren, sind doch viele der Einladung gefolgt und nahmen die Chornadel und die dazugehörige Urkunde persönlich entgegen: Für 6o Jahre aktives Singen, oder 50 Jahre dabei sein! Was für eine lange Zeit! Fast lebenslang haben sie im Chor gesungen!

Zwei aktive Sänger singen bis heute seit 60 Jahren im Chor der Flora. 50 Jahre aktives Singen zeichnete zwei weitere Sänger aus.
Danach wurde es weiblich. Nach der Gründung vom gemischten Chor der Flora, 1975, drängten die Sängerinnen in die Flora. Ein Potential an Stimmen welches davor keine Berücksichtigung fand. Acht Sängerinnen und zwei weitere Sänger sind seit 40 Jahren im Gemischten Chor Flora und im Chor Flora Light aktiv.
Seit nunmehr 28 Jahre singen sechs weitere Sängerinnen bei der Flora und wurden für 25-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet.



Chorreise 2013

Mit viel Gesang wurden alte Freundschaften bei unserer Chorfahrt  nach Klingenberg am Main wieder aufgefrischt.

Ein Bericht mit Bildern über die gemeinsame Chorreise aller Flora-Chöre zu den Chorfreunden  nach Klingenberg.

150 Jahre Flora 2011

Im Juni 2011 feierte die FLORA ihr 150jähriges Bestehen mit einer großen Jubiläumsfeier, bei der alle 4 Chöre (der Männerchor, der Gemischte Chor, der FLORA Light Chor, und der Kinderchor Florini)  ein abwechslungsreiches Programm gestalteten.  Viel Freude beim Anschauen der Bilder: Zur Bildergalerie...

Die Chronik

Flora Männerchor 1864

Im Gründungsjahr 1861 war das Singen im Verein oder sich in der Gemeinschaft sportlich zu betätigen noch etwas  ganz Neues.
Nach und nach jedoch erfreuten sich das Turnen und das Singen mit Gleichgesinnten, obwohl argwöhnisch von der Obrigkeit beäugt, immer größerer Beliebtheit.

Die Vereinsstatuten der Liedertafel wurden somit von 35 Männern unterschrieben und Johann Fölsch, gleichzeitig Betreiber der Fährstelle und Vereinswirt, war der erste Dirigent. Der Zweck „im Gesang Genuss und Erbauung zu suchen, Geselligkeit zu fördern und so viel es angeht bildend zu wirken, sowie schließlich einen gemütlichen und freundschaftlichen Verkehr unter ihren Mitgliedern herbeizuführen.“

Bis zum Jahre 1907 gelang es Johann Fölsch mit seinen Sängern ein anspruchsvolleres Repertoire als gerade allgemein üblich einzustudieren.
Nach seinem Tode übernahm Hermann Baumann, Hauptlehrer auf dem Krauel und Organist in Kirchwerder, den Dirigentenstab. Mit ihm gelangte der Chor auf ein noch höheres Niveau und erfreute sich größter Beliebtheit bei Sängerfesten und Wettstreiten in ganz Deutschland. Auf der Heimreise eines solchen Festes begegnete man 1928 Sängern aus Klingenberg am Main. Die daraus entstandene und bis heute währende Freundschaft überdauerte manch schwere Zeit.

52 Jahre bis zu seinem Tode im Jahre 1959 leitete „Vater Baumann“ mit Esprit und demTalent, Menschen für die Musik zu begeistern, die Liedertafel. Sein Nachfolger wurde für drei Jahre der bisherige stellvertretende Chorleiter Richard Reinert, Lehrer in Warwisch.  Danach trat Baumanns Enkel Cord in die Fußstapfen seines Großvaters. Intensiv konnte nun mit ihm mit den musikalischen Vorbereitungen für das 100 jährige Jubiläum der Liedertafel im Jahre 1961 begonnen werde, zu dem ihr die Zelterplakette verliehen wurde. Cord Baumann leitete den Chor ersteinmal bis 1963.

Bis zum Jahre 1988 sollte nun ein temperamentvoller Lehrer des Hansa-Gymnasiums, Uwe Kraemer, die Sänger durch die Vielfalt der Chormusik führen. Viele  junge Mitglieder konnten durch sein unermüdliches Engagement für das Singen im Chor gewonnen werden, und die ambitionierten Sänger avancierten durch Uwe Kraemer zum besten Laienchor Hamburgs.

Aus der Idee für einen Besuch in Klingenberg, gemeinsam mit ihren Frauen zu singen, entstand 1975 endlich der gemischte Chor der Liedertafel, und ihr erster Dirigent Cord Baumann widmete sich mit ganzer Kraft und überaus erfolgreich der musikalischen Entwicklung der Sängerinnen und Sänger. Unvergessen bleiben dabei die vielen schönen gemeinsamen Reisen nach Essen, Seßlach, Paris und immer wieder nach Klingenberg.

Nach dem Ausscheiden von Cord Baumann 1993 wagten die Flora Sängerinnen und Sänger mit Hans-Jörg Possler, der nach  Uwe Kraemer vorerst die Leitung des Männerchores übernommen hatte und nun auch die des gemischten Chores, einen Neuanfang. Von Beginn an verstand es dieser überaus kompetente und versierte Musiker, mit seinem musikalischen Verstand und seinem speziellen Humor beide Chöre zu begeistern. Gerne erinnern wir uns an tolle Konzerte wie Carl Orffs Carmina Burana oder die Darbietung der beschwingten Liebeslieder Walzer von Johannes Brahms im Zollenspieker Fährhaus – wo nach der Neugestaltung nun auch endlich wieder der FLORA-Ball veranstaltet werden konnte.
Besonders hervorzuheben ist in dieser Zeit  die Gründung von FLORA LIGHT 1995. Nach der Umsetzung dieser tollen Idee von Hans-Jörg Possler verjüngten sich mit dem Repertoire von Gospel und Popmusik, anknüpfend an die legendäre Vokalgruppe des Vereins „Die Kaktüsse“  natürlich  die Gassenhauer der Comedian Harmonists, auch die Sängerinnen und Sänger der FLORA im wahrsten Sinne des Wortes.

1996 wurde noch ein FLORA-Kind aus der Taufe gehoben: endlich gibt es einen Chor für den Nachwuchs. Gisela Nielsen leitete in den ersten Jahren den Kinderchor FLORINI.
Gerne denkt jeder der dabei war an die Vogelhochzeit im Zollenspieker Fährhaus zurück.

Hans-Jörg Possler widmete sich leider ab 2000 anderen Aufgaben und hinterließ damit eine große Lücke. Mit wem sollte diese nun aufgefüllt werden? Nach zwei nicht so glücklichen Zwischenlösungen tat die FLORA dank Erich Schott, der 1987 den langjährigen Vorsitzenden Günther Barlage im Vorstand ablöste, einen Glücksgriff in zweifacher Hinsicht:  Carsten Balster kam mit seiner Frau Angelika nach Hamburg und als neue Chorleiter zur Liedertafel FLORA. Der aus Essen stammende Lehrer für Geschichte und Musik (ist ja klar) übernahm die Leitung der drei Erwachsenenchöre – wenn schon, denn schon – und die Musikpädagogin Angelika Balster die FLORINI-Kinder.

Alle Sängerinnen und Sänger waren begeistert.  Spätestens bei der ersten gemeinsamen Reise nach Klingenberg war allen klar: Carsten Balster ist richtig.
Bei vielen ebenso gelungenen wie erfolgreichen Auftritten und Konzerten in den Kirchen von Kirchwerder,  Ochsenwerder und Bergedorf; ob bei Chorwettbewerben oder bei Reisen zu befreundeten Chören nach Klingenberg, Paris und Essen konnten die FLORA-Chöre ihr wieder gewonnenes Können mit großem Selbstvertrauen unter Beweis stellen.

2005 wurde der Kinderchor der Liedertafel offiziell angegliedert. Seitdem gibt es die vier FLORA-Chöre.

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